Erfreulicher Rückblick auf 2017: Portfoliowert der ÖBIB-Beteiligungen gesamt um 44 % gestiegen

01.06.2018

•    Outperformance der börsenotierten ÖBIB-Beteiligungen – mit 42 % Wertzuwachs lassen sie ATX-Plus von 29 % deutlich hinter sich
•    Beteiligungserträge erhöhten sich um fast 22 %
•    Dividendenzahlung an Bund liegt bei EUR 181 Mio.

Die ÖBIB kann als Beteiligungsgesellschaft des Bundes auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Zentrales Ziel war und ist es, im Interesse der SteuerzahlerInnen auf den Erhalt und die Steigerung des Werts der Beteiligungsunternehmen Bedacht zu nehmen, und dem entspricht die Wertentwicklung in hohem Ausmaß: So wuchs der Wert des ÖBIB-Portfolios allein im letzten Jahr um 44 % auf über EUR 8.400 Mio. Betrachtet man die vergangenen vier Jahre, betrug die Steigerung sogar 75 %. Fokussiert auf die drei börsenotierten Gesellschaften stieg der Wert der ÖBIB-Anteile im Jahresverlauf um 42 %. Das liegt deutlich über dem Anstieg des ATX von etwa 29 % im selben Zeitraum.

Alle großen Beteiligungsunternehmen konnten eine ausgezeichnete operative Performance zeigen. Die OMV erzielte – dank guter Marktbedingungen und einer wirkungsvollen Strategie – eine 5%-ige Umsatzsteigerung und einen deutlichen Jahresüberschuss. Die A1 Telekom Austria Group wurde ihrer Führungsrolle im Telekomsektor gerecht und verbuchte ebenfalls ein Plus beim Umsatz. Der Österreichischen Post gelang es, mit einem forcierten Ausbau des Paketgeschäfts die Rückgänge im Briefsegment mehr als wettzumachen und Umsatz sowie Ergebnis zu steigern. Auch die Casinos Austria erwirtschafteten erfreuliche Zahlen quer durch alle Teilbereiche.

Neben dem laufenden Beteiligungsmanagement und der Begleitung der operativen Entwicklung konzentrierte sich die ÖBIB im Jahr 2017 auf strategische Prozesse, die einzelne Unternehmen forciert vorantrieben. Um die Eigentümerinteressen zu wahren, befasste sich die ÖBIB beispielsweise intensiv mit den Plänen der Sazka Gruppe zum Erwerb der Mehrheitsanteile an den Casinos Austria sowie mit den Überlegungen zu Änderungen des internationalen Casino-Geschäfts.

Bei der Post beschäftigte die Trennung vom langjährigen Partner BAWAG P.S.K. sowie die Suche nach einem neuen Finanzdienstleistungspartner die Aufsichtsgremien. Die ÖBIB unterstützte dazu die nominierten Aufsichtsräte mit entsprechender Expertise.

In den Haupt- und Generalversammlungen der Beteiligungsgesellschaften übte die ÖBIB die Eigentümerrechte in Abstimmung mit dem Finanzministerium aus. Zudem brachte die ÖBIB zu verschiedensten komplexen Themen ihr Fachwissen ein.

Die Beteiligungserträge stiegen gegenüber der Vorjahresperiode von EUR 197,8 Mio. auf EUR 240,7 Mio. Nach dem planmäßigen Schuldenabbau ist für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividendenzahlung der ÖBIB an den Bund in Höhe von EUR 181 Mio. vorgesehen. Seit 2003 schüttete die ÖBIB (bzw. die ÖIAG) Dividenden in Höhe von EUR 3.005 Mio. an den Bund aus.

Für 2018 geht die ÖBIB ebenfalls von einer positiven Entwicklung aus. Die neu für die Aufsichtsräte gewonnenen ExpertInnen werden zusätzlich dazu beitragen, die Interessen der österreichischen SteuerzahlerInnen zu wahren und die Wertsteigerung der Beteiligungen weiter im Fokus zu behalten.


Über die ÖBIB
Die ÖBIB ist die Beteiligungsgesellschaft der Republik Österreich und vertritt die Eigentümerinteressen des Bundes bei strategisch bedeutsamen Beteiligungen. Im Eigentum der ÖBIB stehen derzeit als börsenotierte Unternehmen die Österreichische Post mit 52,85 %, die OMV mit 31,5 % und die Telekom Austria mit 28,42 %. Die Beteiligung an der Casinos Austria AG beträgt 33,24 %. Die ÖBIB fungiert weiters als Alleineigentümerin der FIMBAG Finanzmarktbeteiligung AG des Bundes i. Liqu., der GKB-Bergbau GmbH, der IMIB Immobilien- und Industriebeteiligungen GmbH, der Schoeller-Bleckmann GmbH sowie als 32,53 %ige Eigentümerin der APK Pensionskasse AG. Kernaufgaben der ÖBIB sind Beteiligungsmanagement, Privatisierungsmanagement, Erwerb von Anteilen, Wahrung von Eigentümerinteressen sowie Beratung der Republik Österreich. Im Rahmen des Beteiligungsmanagements hat die Gesellschaft unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen an der Sicherung Österreichs als Wirtschafts- und Forschungsstandort sowie an der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen auf eine Werterhaltung und Wertsteigerung der Beteiligungsgesellschaften Bedacht zu nehmen. ÖBIB ist damit den Interessen aller österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler verpflichtet.

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