Q1 2020: Stabiler Kurs in schwierigen Zeiten

Das erste Quartal 2020 zeigt: Die börsennotierten ÖBAG-Unternehmen sind bisher solide durch die ersten Wochen bzw. Monate der Corona-Krise gekommen. An welchen Indikatoren dies ablesbar ist, analysierte unser Controlling Team.

Umsatzerlöse entwickelten sich positiv

Eines vorweg: Die Corona-Krise und ihre Folgen haben weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen. Diese werden uns noch länger beschäftigen.

Trotz globaler wirtschaftlicher Verwerfungen und teils chaotischer Zustände sind unsere vier börsennotierten Unternehmen (Post, Telekom, VERBUND, OMV) einigermaßen stabil geblieben. Mit Ausnahme der OMV konnten diese im Vergleich zum Vorjahresquartal ihren Umsatz sogar noch steigern. Die positive Performance wird besonders im Vergleich mit den jeweiligen Peers sichtbar.

Für die Energiebranche bedeutet dies im Detail:

Die Folgen des Lockdowns infolge der Pandemie zeigen sich besonders deutlich in der Energiebranche. Mit dem weltweiten Einbruch von Produktion, Handel und Konsum kam es zu einer geringeren Öl-Nachfrage, die aufgrund geopolitischer Spannungen auch nicht mit einer entsprechenden Reduktion der Fördermengen kompensiert wurde. Der „Ölpreiskrieg“ führte zu einem historisch niedrigen Ölpreis. Infolge dessen ging auch der Umsatz der OMV im ersten Quartal 2020 um 12 Prozent zurück. Dennoch erzielte die OMV ein besseres Ergebnis als vergleichbare Unternehmen in der Branche.

Und wie steht es um den größten Stromlieferanten Österreichs? Analog zum Ölpreis unterlag auch der Strompreis einem starken Einbruch. In der Quartalsanalyse sehen wir jedoch, dass der VERBUND davon relativ wenig betroffen war, weil dieser gut im Voraus geplant und sich dadurch Stabilität in der Krise verschafft hat. Dies zeigt auch der Vergleich mit seinen Peers.

Insgesamt können wir festhalten: Mit guter Planung und strategischem Weitblick lassen sich Krisen besser bewältigen.

Umsatzerslöse der ÖBAG-Unternehmen im Vergleich zu ihren Peers
Österreichische Beteiligungs AG