BIP-Prognose: EU stellt Österreich gutes Zeugnis aus

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen Österreichs Unternehmen vor große Herausforderungen. Auch die ÖBAG-Unternehmen mussten ihre Planungen den aktuellen Rahmenbedingungen anpassen. Trotz des steigenden wirtschaftlichen Drucks erweisen sich die Unternehmen stabil. Und dank ihrer vorausschauenden und nachhaltigen Geschäftsstrategien stärken sie auch während der Krise den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit unverzichtbaren Infrastrukturleistungen, wie Strom, Telekommunikation sowie Post- und Paketzustellung, leisten die ÖBAG-Unternehmen außerdem einen direkten Beitrag dazu, in dieser Ausnahmesituation die essentielle Versorgung der Menschen und Unternehmen in Österreich zu gewährleisten.

Das ÖBAG-Controlling-Team hat sich die Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung Österreichs und Europas angesehen und die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Im EU-Vergleich wird Österreich ein gutes Zeugnis ausgestellt. Weil die Infektionszahlen schnell gefallen sind, schrumpft die Wirtschaft laut EU-Prognose in Österreich heuer „nur“ um 5,5 Prozent. EU-weit hingegen wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,4 Prozent erwartet. Für 2021 werden signifikante Aufholeffekte erwartet, der durch die Pandemie entstandene wirtschafliche Schaden wird aller Vorraussicht nach jedoch nicht zu kompensieren sein. 

Im Detail bedeutet dies: Österreich zählt zu den drei EU-Ländern mit dem geringsten erwarteten BIP-Rückgang

+ 2019: Österreich stärker gewachsen als EU-27

Österreichs Wirtschaft konnte 2019 mit einem Plus von 1,6% stärker wachsen als jene Deutschlands, der Eurozone und der EU-27.

+ 2020: Rückgang des BIP um 5,5 Prozent

Im Jahr 2020 soll Österreichs Wirtschaftsleistung aufgrund der negativen Auswirkungen der Pandemie real um 5,5% schrumpfen. Dies stellt einen dramatischen Rückgang dar, was auch im Vergleich zu 2009 deutlich wird, als es in Folge der internationalen Finanzkrise zu einem gravierenden, jedoch deutlichen geringeren Rückgang des österreichischen BIPs um 3,8% kam. Im europäischen Vergleich zählt Österreich allerdings gemeinsam mit Polen und Luxemburg zu jenen drei EU-Ländern mit dem geringsten prognostizierten BIP-Rückgang.

+ 2021: Plus von 5 Prozent

Im kommenden Jahr soll Österreichs Wirtschaft in Folge einer weltweiten Erholung wieder stark wachsen. Sollte das prognostizierte Plus von 5,0% realisiert werden können, wäre das das stärkste jährliche Wirtschaftswachstum in Österreich seit 1979 – die Folgen der aktuellen Krise wären damit dennoch nicht neutralisiert.

Die Vorhersagen und aktuellen Entwicklungen sind jedoch weiter genau zu beobachten, wie die Experten in ihrem Bericht betonen. Besonders der Tourismus, der hierzulande direkt und indirekt zu einem beträchtlichen Teil der Gesamtwertschöpfung beiträgt, könnte sich schlechter entwickeln, als in der Prognose angenommen. Und auch wenn sich das internationale Umfeld langsamer erholt als erhofft, wird man das in Österreich spüren. Die heimische Wirtschaft ist eng mit den Ökonomien der wichtigsten Handelspartner verzahnt, betonen die EU-Experten in ihrem Bericht.

Source: EU-BIP-Prognose, 6. Mai 2020

In Österreich wird ein geringerer BIP-Rückgang erwartet
Österreichische Beteiligungs AG